Mit dem Nachtzug nach Hamburg

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Eine Reise mit dem Nachtzug ist ganznett. Wenn nur die Online-Buchung nicht so kompliziert wäre. In Hamburg habe ich ein paar ganznette Orte entdeckt.

Reist man mit dem Nachtzug, beginnt das Abenteuer nicht erst mit der Zugfahrt, sondern schon beim Ticketkauf. So habe ich mich durch eine Vielzahl an Websites durchgeklickt, bis ich endlich die richtige gefunden hatte. (Achtung, beim Buchen aufpassen, dass man eine Verbindung nimmt, hinter der EN (EuroNight) steht. Sonst übernachtet man plötzlich auf einem Rangierbahnhof im Bummelzug – ist mir um ein Haar passiert).  Wäre die Buchung so einfach wie bei den Flügen, würden sicher noch ein paar Leute auf den Zug umsteigen.

Ich bestellte ein Online-Ticket, das gemäss Anweisung noch ausgedruckt hätte werden müssen. Bei mir reichte aber bei der Hin-und Rückfahrt die Reservierungsnummer auf meinem Online-Ticket. Abgesehen vom Billetkauf war ich einmal mehr begeistert von meiner Reise. Dies lag zum einen am vorzüglichen Service der ÖBB (Österreichischen Bundesbahnen), die seit Anfang Jahr die Nachtzug-Strecken der Deutschen Bahn übernommen haben (danke!) und anderseits natürlich am Charme von Hamburg. Aber seht und lest selbst:

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Ein schönes, sauberes Bett mit genügend Platz – dies alles zum Spartarif. Insgesamt hat die Nacht im fahrenden Hotel 280 Franken gekostet, hin und zurück.

 

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Ein äusserst freundlicher Schaffner deckte mich regelrecht mit Aufmerksamkeiten seitens ÖBB ein: Eine Tasche mit Hausschlappen, Handtuch, Seife, Oropax und Wasser, danach gabs noch ein Flascherl Prosecco. So lässt es sich reisen.
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Die untergehende Sonne und das Rattern des Zuges lullte mich mit Hilfe des Proseccos in den Schlaf.
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Übernachtet habe ich im Hotel Fritz im Pyjama, mitten im Schanzenquartier. Gleich daneben gibts eine Bäckerei, mmmhhh.
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Schmucke, helle Zimmer und ein freundlicher Empfang, danke lieber Fritz!
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Der Balkon von meinem Nachbar ist auch ganznett.
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Der Blick aus dem Fenster zeigt: Auch in Hamburg lieben sie Velos, vielleicht fast noch mehr als in Zürich.
Vis-à-vis vom Hotel Fritz gibts einen netten Frucht- und Saftladen mit für uns Zürcher ganz anständigen Preisen.

 

Auf Twitter wurde mir das Café Pauline empfohlen als Brunch-Lokal. Da ich gerade unterwegs zum Hafen war, bewunderte ich das Café nur von aussen.

Habe ich schon erwähnt, dass mir die Hamburger und ihre Haltung zum Velofahren äusserst sympathisch sind?
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Genau so ein Fahrrad-Ständer fehlt mir noch vor meiner Wohnung.
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In St. Pauli sind die Häuser spitz.
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Beeindruckend war natürlich der Hafen mit all seinen Schiffen und Kränen. Ganz wehmütig habe ich nach unserem schönen Hafenkran Ausschau gehalten, der vor ein paar Jahren das Limmatquai zierte.
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Eine ordentliche Touristin muss auch die Elbphilharmonie gesehen haben. 
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Ein Dampfer auf dem Mississippi, äh der Elbe. Meine Arbeitskollegin Sonja hat mir geraten, bei St. Pauli Landungsbrücke die HVV-Fähre zu nehmen, um eine Schifffahrt zu machen. Diese kosten mit ca. drei Euro pro Fahrt deutlich weniger als die Touristenschiffe.
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So sieht die Schifffahrt dann ungefähr aus. Hamburg im Juni kann ganz schön regnerisch sein. Entspannend wars trotzdem.
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Nach der Schifffahrt gings dann weiter in die Innenstadt. Das wuchtige Rathaus von Hamburg ist 111 Meter breit. Der Mittelturm ragt sogar 112 Meter hoch in den Himmel (und übers Foto raus).
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Nach dem Café Paris war auch hier im Saal II die Wände gekachelt und die Stimmung unaufgeregt. Weisswein trinkt man hier aus Wassergläsern.

Zu entdecken hätte es noch ganz vieles gegeben. Aber die Zeit war zu knapp. Beim nächsten Mal buche ich mir möglicherweise eine Insider-Stadtführung und lasse den (hoffentlich strahlend schönen) Tag in der Strandperle ausklingen.

Was sind deine Lieblings-Orte in Hamburg?

 

 

 

 

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Christiane sagt:

    Ach, du warst in meiner Stadt, wie schön! Danke für die Einblicke in die unaufgeregte Schanze. Dein Hotel kenne ich nur von außen, dafür den Rest um den Schanzenbahnhof viiiiel besser. Dafür ist mir die Pauline bisher entgangen, was ein sträfliches Versäumnis zu sein scheint und nachgeholt werden muss. Aber warum hast du im Hamburger Hafen nach eurem Hafenkran geschaut? Soll der bei uns sein?
    Hamburg kann übrigens zu jeder Zeit im Jahr regnerisch sein, Seeklima nennt man das. Wir entwickeln dazu unsere eigene Form von Humor, bleibt uns ja sonst nichts anderes übrig.
    Herzliche Grüße aus dem hohen Norden
    Christiane 😉

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    1. cristina sagt:

      Liebe Christiane, danke für deine liebe Nachricht! Hamburg ist selbst bei Regen wunderschön! Wir hatten hier in Zürich vor Jahren eine Leihgabe aus Hamburg in Form eines Krans 🙂 ich will unbedingt bald wieder nach Hamburg und noch vieles entdecken. Warst du schon mal in Zürich? Herzliche Grüsse, Cristina

      Gefällt 1 Person

      1. Christiane sagt:

        Hallo Cristina, nein, leider kenne ich Zürich gar nicht, aber ich habe nur Gutes davon gehört!
        Hmm, ich muss mal schauen, ob ich „deinen“ Kran irgendwo finde, alte Kräne verschwinden ja nicht so einfach … 😉
        Liebe Grüße
        Christiane

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