Genüssliche Peinlichkeiten

ecuador 2006 168
Auch immer wieder schön. Peinliche Urlaubsfotos.

Irgendwann in der Pubertät, wo einem sowieso alles peinlich ist, beschlossen meine Freundin und ich, peinliche Momente zu geniessen. Dies ist natürlich einfacher gesagt als getan. Bis heute habe ich aber versucht, diesem Vorsatz treu zu bleiben. Doch viel mehr als meine eigenen peinlichen Situationen, geniesse ich natürlich die der anderen. Deshalb schätze ich es immer ganz besonders, wenn mir jemand von seinem Griff ins Klo berichtet.

Kürzlich erzählte mir eine Kollegin, dass sie eine Mail von einer Arbeitskollegin bekommen habe, die plötzlich einen neuen Nachnamen hatte. Da in ihrem Team gerade das Heiratsfieber grassierte, lag nichts näher als ein „Heyyyyyyy, gratuliere zur Hochzeit!!!!!! Hab gar nicht gewusst, dass es bei dir so weit war!“, worauf als Antwort ein leicht irritiertes „Danke für die Glückwünsche, leider habe ich mich nach 10 Jahren gerade geschieden und meinen Mädchennamen wieder angenommen“.

Ein Genussmoment ist auch die Geschichte einer anderen Bekannten, die auf eine Hochzeit eingeladen war. Die Braut sah wunderschön aus und unter ihrem weissen Kleid erkannte der aufmerksame Betrachter eine deutliche Wölbung. Dies blieb meiner Kollegin nicht unbemerkt und nach der Kirche legte sie die Hand auf den Braut-Bauch und sagte: „Ist es das, was ich glaube?“, worauf die Braut antwortete: „Nein, nur der Stress und zu viel Essen.“

Nicht unerwähnt bleiben sollten all die fehlgeleiteten SMS und Mails, die schon so manchen an die Schmerzgrenzen der Peinlichkeit gebracht haben. Unvergessen bleibt die Szene von Andrea, die gerade mit ihren Freundinnen am Bechern war, als sie einen Anruf von einem potentiellen Arbeitgeber bekam. Gleich darauf schrieb sie eine SMS an ihren Freund: „OMG! X hat mich angerufen!! Hoffentlich hat er nicht gemerkt, wie besoffen ich war hahahahahaha!!!“. Nur ging die SMS nicht an ihren Freund, sondern an die Nummer, die zuvor angerufen hatte. Den Job bekam sie dann leider auch nicht.

Gegen superpeinliche Fauxpas ist niemand gefeit. Mehr noch, es sollte sie viel öfter geben. Sie zeigen die wahrscheinlich ehrlichste Seite des Menschen. Ihr da draussen: Geniesst die Peinlichkeiten – und bitte bitte: Erzählt mir eure Geschichten!

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