Ganznett essen im Goldenen Fass

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Es ist saugemütlich im Goldenen Fass. Und sogar der Promi-Faktor spielt mit.

Als eines der wenigsten Restaurants schafft das Goldene Fass den Spagat, gleichzeitig urchig und stilvoll zu sein. Essen, Wein und Bedienung machen aus dem Spagat ein Freudentänzchen.

Ach, Zwingli. Ausgerechnet im verruchten Langstrassenquartier mussten sie dir, dem Bibeltreuen, eine Strasse widmen. Immerhin haben 2014 hochmotivierte Jung-Gastronomen das Restaurant Zum Goldenen Fass übernommen und die ehemalige Knelle in ein schmuckes Goldstück verwandelt. In bester Erinnerung habe ich das Fässli bereits von unserem Weihnachtsessen 2014, wo mich Service, Essen und Locations gleichermassen überzeugt hatten.

Jedenfalls sitzen wir wieder im Stübli an der Zwinglistrasse 7. Über unseren Köpfen hängt er und brüllt. Gemeint ist nicht etwa der Koch, sondern ein ausgestopfter Löwenkopf, der über dem dunklen Holztäfer hängt und dem bodenständigen Lokal einen exotischen Touch verleiht. Wir stimmen uns mit einem Prosecco auf das Essen ein. Die Speisekarte ist überschaubar: Es gibt ein Menu (mit Fleisch: 67.50 Franken, ohne: 57.50 Franken) und eine Seite für Speisen à la carte. Dort wird unterschieden zwischen Kleinem (Vorspeise), Grossem (Hauptgang) und Desserts.

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Gut gebrüllt und so. Zum Brüllen gibts eigentlich keinen Grund, denn das Essen, Ambiente und die Bedienung sind super.

Wir entscheiden uns für den bunten Marktsalat mit Rohkost, Früchten, Kernen und frischen Kräutern (10.50 Fr.) und Randentatar auf Nüsslisalat an einer Kräutervinaigrette mit sautierten Champignons. Als Hauptgang nehme ich die gebackene Bachforelle aus dem Ofen mit mediterranem Gemüse (34.50 Fr.), meine Begleitung entscheidet sich für die geschmorten Ochsen-Bäggli mit Schalotten in einer Portweinreduktion, dazu Kartoffelstampf.

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Als Einstieg schickt uns die Küche einen Gruss in Form eines lauwarmen Federkohls im Gläschen. Das saisonale Gemüse, hochgelobt als sogenanntes Superfood, ist perfekt gewürzt und hat genau den richtigen Biss.
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Der bunte Marktsalat scheint frisch vom Feld gepflückt und schmeckt in Kombination mit den Früchten köstlich.
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Normalerweise mangelt es ganzen Forellen an Geschmack, sobald man sich durch den Fisch filettiert hat. Diese aber ist durch und durch gut gewürzt und schmeckt wunderbar.
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Die Ochsen-Bäggli meiner Begleitung sind etwas sehniger als erwartet, dafür kommt die Sauce mit Portwein gut zur Geltung.
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Einen würdigen Abschluss macht der hausgemachte Birnen-Apfelstrudel mit Vanille-Sauce.

Gleich zweimal nachbestellen müssen wir vom Regensberger Pinot Noir, welcher wohltuend dem Gaumen schmeichelt. Beim Verlassen des Fässlis nehmen wir uns vor, nicht nochmals zwei Jahre verstreichen zu lassen, sondern spätestens im Sommer wieder hier zu sein, um auch einmal im schmucken Gärtchen zu dinnieren.

 

Zwinglistrasse 7
8004 Zürich
044 242 47 66

 

 

 

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